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FF-BLOG 7: Passen Bodybuilding und Kampfsport gut zusammen?

Posted on Jul 24, 2013. 0 Kommentare

Bodybuilding und Kampfsport passen gut zusammen sollte man eigentlich meinen. Ein paar mal in der Woche "pumpen" gehen und dann noch zum Kampfsporttraining, das halten viele für eine gute Kombination. Wenn man beides allerdings mit bestmöglichen Ergebnissen betreiben möchte, stößt man schnell an seine Grenzen. 
Bodybuilding erfordert ein Training bis zum Muskelversagen mit hohem Volumen, relativ kurzen Pausen und ausreichenden Erholungsphasen zwischen den Trainingseinheiten. Zudem werden die Muskeln überwiegend isoliert trainiert und in einem Splitprogramm bis zur Erschöpfung "gequält". Bodybuilding ist also ein sehr intensives Training, dass ausreichende Regenerationsphasen verlangt, um optimales Muskelwachstum zu gewährleisten. 
Kampfsporttraining auf leistungsorientiertem Niveau verlangt mindestens 3-4 Trainingseinheiten pro Woche, wenn man das sportartspezifische Kraft- und Ausdauertraining dazurechnet. Somit ist es offensichtlich nicht möglich beides auf hohem Niveau zu praktizieren.
Sinnvoll könnte es sein sich für eine Sportart zu entscheiden und die andere dann noch nebenbei zu trainieren. 
Manch ein Kampfsportler denkt sich demnach er könnte zusätzlich noch ein paar Tage in der Woche Bodybuilding trainieren, um Kraft aufzubauen und seine Figur zu verbessern. Leider ist selbst das eine unzureichende Lösung, da das intensive Bodybuildingtraining, negative Folgen für das Kampfsporttraining haben wird. Denn nach einem harten Beintraining kann man sicherlich keine Bestleistungen im Ring erwarten....
Genauso wird sich der Muskelaufbau in Grenzen halten, wenn zwischen den harten Einheiten im Studio keine entsprechenden Erholungsphasen folgen. Zudem wird ein Bodybuildingtraining keine wesentlichen Kraftsteigerung mit sich bringen, die beim Schlagen, Treten oder im Bodenkampf wesentlich helfen könnten. 
Ein kampfsportspezifisches Krafttraining hingegen ist äußerst wertvoll um Leistungen im Kampfsport zu optimieren. Hierbei beschränkt man sich auf Grundübungen, um zunächst die Maximalkraft zu verbessern und später speziell die Schnellkraft bzw. Schnellkraftausdauer zu stärken. 
Bodybuilding und Kampfsport lassen ich also nicht gut verbinden, spezielles Krafttraining und Kampfsport stellen hingegen ein effektive Kombination dar. 
Constantin Reschke

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