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FF-BLOG 10: Strapazen lohnen sich - Yannick's Weg auf die Wettkampfbühne

Posted on Oct 30, 2013. 0 Kommentare

Wenn mir vor 7 Wochen jemand gesagt hätte, dass ich demnächst an einem Bodybuilding Wettkampf teilnehmen und den 1. Platz in meiner Klasse belege, hätte ich ihn ausgelacht.

Gestern habe ich den 1. Platz in der neuen Men's Physique Klasse im Bodybuilding beim Großen Preis von Hessen und Rheinland-Pfalz belegt. Das bei meinem ersten Wettkampf! Ich habe mich somit für die Deutsche Meisterschaft am 16.11.2013 in Bochum qualifiziert und gleichzeitig noch den Titel als Rheinland-Pfalz – und Hessenmeister gesichert.

 

Wie kam es dazu?

Ich habe das Glück im geilsten Gym aus der Umgebung zu trainieren, nämlich im Privatstudio von David „The Hoff“ Hoffmann. Dieser sah wohl Potenzial in mir, sonst hätte er mich nicht gefragt ob die Klasse nichts für mich wäre. Ich muss sagen, ich bin sowieso schon ein Riesenfan von Bodybuilding und wenn mich eins meiner Vorbilder (David Hoffmann) darauf anspricht nicht auch mal an einem Wettkampf teilzunehmen, sage ich bestimmt nicht nein.

Also fing ich an zu diäten. Mit 86 Kg begann ich die Diät. Da ich selbst schon viel Erfahrung im Bereich Ernährung und Fitness habe (arbeite als Fitness u. Ernährungsberater) schrieb ich mir einen Plan zurecht. Problem am Ganzen: Ich halte mich nicht gern an Pläne, die ich mir selbst konstruiert habe.

Nach 2 Wochen hatte sich also nicht all zuviel getan und mir kamen langsam Zweifel ob ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Also sprach ich David im Studio einfach nochmal an ob er nicht ein paar Tipps für mich hat.

Er gab mir einen kompletten Tagesplan für die kommenden Wochen der Diät, der Wettkampfdiät.

Nun standen also lediglich tonnenweise Hähnchen, Eiklar, ein wenig Reis, Öle und Gemüse auf dem Plan. Täglich dasselbe. Lecker.

Damit nicht genug, mein Trainingspensum wurde nach oben geschraubt und das Cardio hinten drangehängt.

Ich zog die Diät Woche für Woche durch... bis zur dritten Woche hatte ich nur schlechte Laune. Damit alles noch ein wenig zügiger geht, zogen wir die Diät an und strichen einen großen Teil der Kohlenhydrate, dafür gab es aber mehr Cardio, Juhu! Nun hatte ich keine schlechte Laune mehr, sondern richtig schlechte Laune. Bei der kleinsten Reizung war ich auf 180, ich schleppte mich täglich zum Training und ließ meine gesamte Laune dort aus. Danach ging es heim, eine Stunde kochen für den nächsten Tag und dann ins Bett. So sah mein Tagesablauf aus.

Meine Zweifel verschwanden von Tag zu Tag, ich fühlte mich täglich härter und muskulöser, das Fett schmolz einfach nur davon. Mindestens einmal die Woche hat David mich im Spiegel begutachtet und geschaut ob alles voran geht. Das half mir nochmal am Ball zu bleiben. Ebenso hat er mir täglich Fragen über Facebook beantwortet, egal zu welcher Uhrzeit! Die einzige Motivation war mein Spiegelbild und die aufmunternden Worte von ihm.

In den letzten 2 Wochen vor dem Wettkampf bekam ich sogar langsam Hoffnung den Wettkampf gewinnen zu können. Ich dachte mir die Mühen können nicht umsonst gewesen sein. Dennoch wollte ich ohne Erwartungen daran teilnehmen, einfach Erfahrungen sammeln, ich konnte ja nichts verlieren!

In der letzten Woche setzte David noch eins drauf, garkeine Kohlenhydrate, eimerweise saufen (8-10 Liter am Tag! ) und nochmal 15 Minuten Cardio extra (Wie ich mich gefreut hab!). Es ging nun ans Entwässern.

Also trank ich täglich gallonenweise Wasser und ging ca. 25 mal pinkeln. Mein Gewicht war mittlerweile bei 79 Kg angekommen. Recht schlank aber noch nicht genug!

2 Tage vor dem Wettkampf durfte ich dann auch nichts mehr salzen, kein Natrium und nichts. Ungewohnt, aber ok!

Der letzte Tag vor dem Wettkampf bis zum Bühnenmarsch war am schlimmsten.

Ab 16 Uhr keinen Tropfen Wasser mehr (Trotzdem Essen!).

Am Wettkampftag selbst gab es schwarzen Kaffee und 8 Weingummis zum Frühstück (Endlich Zucker!). Dann ging es ins Auto für die 90 minütige Fahrt nach Friedberg in Hessen. 9 Weingummis später waren wir also dort angekommen.

Nachdem alles organisatorische geklärt war, hing ich nun im Backstage rum und wartete bis ich dran war. Überall Bodybuilder und Bodybuilderinnen (Bikini sowie Bodyclass!) Alles Neuland für mich und äußerst interessant! Jeder sah angespannt aus und viele so ausgezehrt und müde wie ich.

Nach dem Wiegen und Messen (177 cm und 75,65 (!) Kg) wartete ich auf die Show. Gegen 13 Uhr kam ich ran. Meine Konkurrenten waren größtenteils erfahren und auch sehr gut gebaut, meiner Meinung nach. Dennoch sah mich David nach der Show auf Platz 1 oder 2.

Nach der Vorrunde erhielt ich von David die Erlaubnis eine Kleinigkeit zu essen und einen Schluck zu trinken (Meine Zunge war mittlerweile schmirgelpapiertauglich). Das Finale sollte erste gegen 16-17 Uhr stattfinden. Also sah ich mir solange mit meinen Freunden und Unterstützern (Danke!) die Show an.

Gegen 16.45 Uhr, nach ewigem Warten und beinahe verdursten, hieß es dann Finale. Ich bekam vorher noch von David's Betreuerin Dagmar (Danke auch ans Team Cziurlok!), einen neuen Anstrich, um den Braunton ein wenig zu intensivieren. Ich ging also nochmals mit meinen Konkurrenten auf die Bühne, führte meine Posings durch und landete schließlich auf dem, nicht erwarteten, 1. Platz!

 

Mit einem fetten Grinsen und dem Pokal in der Hand stürmte ich wieder ins Backstage und suchte meinen Coach, David, um ihm davon zu berichten. Er schien sich genauso wie ich zu freuen und gratulierte mir herzlich.

Das Massaker was danach beim Buffet passierte erspare ich mir an dieser Stelle..

Ich möchte hier nochmals einen Riesendank an den Menschen richten der mir das alles ermöglichte und mir überhaupt den Tritt gab an so einem tollen Event teilzunehmen – Danke David Hoffmann! Danke Stahlwerk31 und auch danke Fitness-Flavor für die Massen an BCAA's und Eiweiß :-)

Das andere Dankeschön geht an meine Freunde und „Fans“ sowie die Menschen die mich wochenlang mit meiner Mordslaune begleitet haben, Tag und Nacht. Ohne euch hätte ich das Ganze nicht durchgezogen!

 

Als Abschluss kann ich nur sagen, ich freue mich auf die Deutsche Meisterschaft mit David Hoffmann und auf das kommende Jahr in welchem ich voll durchstarten werde!

 

Yannick Isbert

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